Frankfurt a.M. // Der Fette Bulle

Der Hunger und die stetige Suche nach dem EINEN Burger führte uns zuletzt zu Der Fette Bulle im Bahnhofsviertel.

Der Fette Bulle Frankfurt a.M.

📌 Kaiserstraße 73 🔗 www.derfettebulle.de

Angebot: Das Menü liegt schon als Platzmatte schon auf dem Tisch bereit. Es gibt 17 Burger zur Auswahl (9 mit Rind, 4 mit Huhn, 3 Vegetarische und 1 Veganen) von 7,49 bis 14,99€ für den Stakeburger. Da sind einerseits normale Bacon-Cheesburger bzw. diese als Double oder Triple, andererseits gibt es auch ausgefallenere Varianten. So zum Beispiel ein Italia Burger mit getrockneter Tomate und Pesto als Highlight oder der Burger a La Provence mit Ziegenkäse und selbstgemachter Zwiebelmarmelade. Ein paar einfache Cocktails für 8€ (auch wenn Vodka mit Red Bull oder Whiskey Cola nicht die Bezeichnung „Cocktail“ verdient), Salate und Desserts lassen sich auch auf der Karte finden.

Bewertung

Avocado Chilli Burger mit Pommes mit Thymian und Rosmarin
🍔 3/5 🍟 4/5

Betritt man den Laden, so ist an der einen Seite Backstein, an der anderen weiße Fliesen. Dazu Tische im Industrial Stil mit großen hellen Holzbrettern und an den Wänden schwarz-weiß Stummfilme von Micky Mouse und (was einen gewissen, positiven Stilbruch zum Rest darstellt) von Charlie Chaplin. Die Küche und Bar sind als kleine Hütte in den hinteren Teil des Raumes gebaut und erlauben sehr viel Einblick in den Küchentroubel. Hier warten einige Brötchen schon vorgetoastet auf ihren Einsatz und auf dem Grill brutzeln an die 20 Patties vor sich hin. Durch die offene Gestaltung riecht es dezent nach Burger im Lokal und man würde wohl auch die Grillgeräusche überall hören, wären nicht die Musik und die Gespräche der anderen Gäste so laut.

Der Fette Bulle Frankfurt

Der Burger sieht wirklich schick aus, wie er daherkommt auf dem Holzbrett. Die Chilli-Mayo Sauce ist leicht süß durch etwas Tomate, aber dennoch scharf. Die Avocado ist perfekt reif und frisch aufgeschnitten. Der Rinderschinken, der anstatt Bacon verwendet wird, ist lecker kross und vom Geschmack her mal etwas anderes. Die Jalapenos sind dann zwar etwas dick geschnitten und die frische Gurke ist nirgends zu finden, aber insgesamt überzeugt vor allem die leckere Kombination aus leicht salzigem Parmesan mit frisch-süßlicher Avocado.

Das Brötchen hat eine sehr appetitlich Farbe und ist mit Sesam verziert. Als ich die großen Luftporen sehe, befürchte ich erst drohenden Instabilität, da es viel Bratensaft und Soße aufsaugen könnte. Das Gegenteil ist der Fall. Es weicht nämlich überhaupt nicht durch, nimmt also kaum Saft auf. Dadurch behält es aber auch seinen sehr pappigen Eigengeschmack. Mir sagt die Konsistenz, die etwas an Baguette erinnert und der starke Geschmack nach Ei nicht zu.

Der Fette Bulle Frankfurt

Das Patty aus Rindfleisch ist stark deutsch gewürzt mit viel Zwiebel und Knoblauch (Das Gegenteil wäre „amerikanisch“ gewürzt, mit nur Salz und Pfeffer). Diese Gewürze überdecken leider aber fast vollständig einen eventuell vorhandenen Eigengeschmack des Fleisches. Dazu ist das sehr magere Fleisch komplett durchgebraten (ok, ich gebe zu, ich habe auch vergessen bei der Bestellung nach medium zu fragen. Allerdings wurde auch nicht vom eher hektisch wirkenden Kellner nachgefragt). Und damit ist das Patty dann leider insgesamt etwas trocken.

Das Highlight des Abends war aber meine Beilage: frischen Pommes mit Thymian und Rosmarin. Diese sind sehr dick geschnitten, aber innen schön weich und durch, während das Äußere kross war. Gewürzt wurden sie mit Pommes-Gewürz (Salz, Paprika, etwas Chilli lies sich herausschmecken) und einem großen Löffel grob gehackten, frischen Kräutern. Und diese Kräuter sorgen für einen tollen Geschmack zusammen mit dem hausgemachten Ketchup!

Der Fette Bulle Frankfurt

Meine Wertung: Bei den Burgern lassen sich auf der Karte tolle Geschmackskombinationen finden und auch die Pommes mit Kräutern sind eine klasse Idee. Allerdings störten mich das zu trockene Brötchen und Patty. Mir fehlte einfach die Saftigkeit, wenn ich in den Burger beiße. Darum vergebe ich 3 von 5 Herzchen. Dennoch bekommt ihr hier einen soliden Burger in einem schick eingerichteten Restaurant (das zwar etwas zu eng bestuhlt und laut ist) in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof in Frankfurt. Und damit ist Der Fette Bulle, dann wohl prädestiniert für einen kurzen Zwischenstopp.

Bis zum nächsten Mal,
Anne-Marie


Zur Gastbloggerin:

Anne-MarieAnne-Marie bloggt über leckeres Essen, dass sie in oder außerhalb ihrer Küche findet (auf www.foodistini.de) und ist auf der Suche nach dem perfekte Burger in Frankfurt.

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